Geschichte

GrenadiereIm März 1977 wurde, unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters und späteren Ministerpräsidenten von Rheinland Pfalz, Dr. Carl-Ludwig Wagner, die Garde durch 7 Gründungsmitglieder aus der Taufe gehoben.

Zielrichtung war dabei, die Pflege des Brauchtums in der Tradition der ehemaligen Trierer Stadtsoldaten um 1790 n.Chr. und das repräsentative Wirken für die Stadt Trier innerhalb und ausserhalb der Stadtgrenzen. Darüber hinaus erfolgte von Anfang an die Mitwirkung im Trierer Karnevalsgeschehen.

Die Ziele der Vereinsgründung wurden damals in der ersten Satzung wie folgt formuliert:

Der Verein hat den Zweck, die Tradition und das Brauchtum der Stadt Trier zu pflegen und bei kulturellen und gemeinnützigen Veranstaltungen der Stadt Trier als Stadtsoldaten in Erscheinung zu treten und zu repräsentieren. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er dient zur Förderung der Kultur und Heimatpflege.

Montur und Ausrüstung der verschiedenen Abteilungen legen Zeugnis ab über die Tradition der damaligen Stadtsoldaten. Blau und Rot, älteste Wappenfarben der Stadt Trier und noch heute die Farben der Abtei St. Matthias, wurden in enger und historisch belegter Anlehnung an die Farbgebung der Uniform der Stadtsoldaten des ausgehenden 18. Jahrhunderts, weiße Hose und blauer Rock mit roten Aufschlägen, als Uniformfarben gewählt.

In gleicher Anlehnung besteht innerhalb der Garde ein militärhistorisches Ranggefüge mit Vereidigung und Beförderung anlässlich eines jährlichen Generalappells.

Zwischenzeitlich gliedert sich die Garde in folgende Abteilungen:

  • Offiziere mit Degen und Dreispitz mit grossem Federbusch
  • Grenadiere mit Gewehr und Grenadierhelm
  • Musiker mit Instrument und Dreispitz mit Kapaunstutzen
  • Kadetten mit Gewehr und Dreispitz mit Kapaunstutzen
  • Tanzcorps mit spezieller Gardetanzsportausstattung
  • Marketenderinnen mit langen Röcken

1980 wurde manifestiert, dass die Garde dem jeweiligen Oberbürgermeister der Stadt Trier in seiner Eigenschaft als Ehrenkommandant „unterstellt“ ist, seit 1983 steht der Ehrenkommandant an der Spitze unseres Generalstabes, dem Fördergremium des Vereins.

An der Spitze der Garde steht ein auf jeweils drei Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählter Vorstand, ihm nachgeordnet beruft dieser nach eigenem Ermessen die notwendigen Funktionsträger innerhalb des Vereins, die sog. Kommandantur.

Seit 1995 verfügt die Garde über ein eigenes Vereinsheim, das sog. Hauptquartier, im städtischen Gebäude „Martinerhof“, einem ehem. Kloster im Stadtteil Pallien.

Aktuell besteht der Verein aus rund 300 Mitgliedern, wobei sich diese Zahl in rund 60 traditionell Uniformierte, rund 60 Tanzkadetten und rund 180 fördernde Mitglieder aufteilt.

Seit rund vier Jahrzehnten blicken wir mit Stolz auf eine Vielzahl von Auftritten und Veranstaltungen jeglicher Art innerhalb und ausserhalb Triers und sogar auf einige Auslandsreisen (Belgien, Luxemburg, Frankreich, USA) zurück.

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